Immer wieder sieht und hört man nach dem Sommerrush vom Tierleid auf den Ferieninseln. Auf den Balearen werden herrenlose Hunde und Katzen eingefangen und vergast.

Die griechischen Inseln sind überfüllt mit streunenden Tieren und ihrem Nachwuchs, welche durch die Feriengästen gut gelebt haben. Diese verabschieden sich jedoch mit den letzten Sommertagen, und zurück bleibt unendliches Tierelend.

Einige Ratschläge sollten Sie mitnehmen in Ihren nächsten Urlaub:

Ausgehungerte Tiere füttern bringt ein gutes Gewissen, und dazu vielleicht eine 14tägige Tierfreundschaft. Sie könnten jedoch etwas mehr tun, z.B. die eine oder andere Katze kastrieren lassen, oder eine der wenigen Tierschutzorganisationen am Platz mit einer kleinen Spende unterstützen.

Tierschützer kommen nicht umhin, solch scheue Kätzchen wie diese Anfangs im Käfig zu halten, bis sie zahm sind.

Wir möchten hier jedoch nicht weiter auf die Probleme im Ausland eingehen, sondern auf Ferien-Mibstände in unserem eigenen Land hinweisen.

Nach den grossen Ferien sind nämlich Tierschützer damit beschäftigt, auf den Campingplätzen die hinterlassenen Tiere einzusammeln. Leider ist es auch in Luxemburg bei manchen Leuten üblich, seinen Vierbeiner - vor allem Katzen - nach den Ferien einfach beim Wohnmobil oder Campingwagen regelrecht sitzenzulassen. Noch öfter kommt es aber vor, dass eine streunende Katze den ganzen Sommer von Campinggästen gefüttert und verwöhnt wurde, ihre Jungen mitbringen durfte, aber niemand auch nur im geringsten dran denkt, sich auch nach den Ferien um sie zu kümmern. Ab September, spätestens Oktober aber sind die Campingplätze meist wie leergefegt, und niemand bringt jeden Tag eine Schüssel voll Essen. Diese Tiere leiden dann auch bei uns Hunger. Dazu kommt, dass sie sich bis in den späten Herbst unvermindert vermehren.

Selbst für erfahrene Tierschützer ist es kein Kinderspiel, solch kleine Geschöpfe durchzukriegen. Am kritischsten sind die Tage vom 7. bis 10. Tag nach der Futterumstellung.

Auch in Luxemburg sollten einige Regeln gelten, denn der nächste Sommer kommt bestimmt:

Ihnen soll Ihre Tierfreundschaft von Herzen gegönnt sein. Bedenken Sie jedoch gleich beim Anfüttern, was nach Ihrem Weggang mit dem Vierbeiner geschehen wird. Verlassen Sie sich nicht einfach auf den nächsten Camper, der sich ja dann vielleicht drum kümmert. Herrenlose Katzen sollten auf jeden Fall kastriert werden. Tierschützer werden lieber einzelne Operationen übernehmen, als im nachhinein vor einer Katzenschwemme zu stehen. Vielleicht geht Ihre Tierliebe sogar soweit, dass Sie sich an anfallenden Unkosten beteiligen. Weshalb den Findling eigentlich nicht richtig adoptieren?

Hier soll ein Aufruf an alle Campingfreunde gemacht werden: Denken Sie in Ihrem nächsten Urlaub an diese paar Zeilen, und helfen Sie mit, auch in Luxemburg diese negativen Seiten der Ferienzeit zu verhindern.

Noutdengscht