Kleine Katze Gefunden!

Hauskatzen bringen meist ihre Kleinen zuhause zur Welt, oder beglücken ihre unüberlegte Familie spätestens nach 3-4 Wochen mit süssem Zuwachs.

Häufiger werden jedoch Katzenwelpen von Streunern oder von verwilderten Katzen im Holzhaufen, Gartenhäuschen oder Gebüsch gefunden. Katzenkenner werden bei der ersten Gelegenheit die Kitten einsammeln, großziehen und sie eventuell weitervermitteln.

Hier möchten wir all denjenigen, die nicht unbedingt Babysitten möchten, oder einfach keine Ahnung von Katzen haben, verschiedene Tips geben.

Falls eine unbekannte, selbst verwilderte Katze ihren Nachwuchs bei Ihnen versteckt hat, oder zum ersten Mal mit Jungtieren um Futter bettelt, sollten Sie dies schnellstens einem Katzenfreund oder dem nächsten Tierschutz mitteilen. Diese werden die Jungtiere einfangen, damit sie nicht ebenfalls verwildern. Das Muttertier wird kastriert und sollte wenn möglich wieder zurückgesetzt werden können.

Selbst wenn Sie nicht unbedingt Katzenliebhaber sind, sollten Sie Futter aufstellen, da die Tierschützer üblicherweise im Frühjahr noch mehr gefordert sind und nicht gleich zur Stelle sein können. Geben Sie Dosenfutter, aber auf keinen Fall Milch, denn diese verursacht bei den meisten Katzen schlimmen Durchfall. Versuchen sie nicht, die Katzenkinder anzufassen, wenn Sie sie nicht gleich einfangen wollen. Scheue Katzenmütter werden dann nämlich schleunigst ihren Nachwuchs in Sicherheit bringen, d.h. umziehen. In dem Fall wird sie viel vorsichtiger sein und ihre Jungtiere erst zur Futterstelle mitbringen, wenn diese größer sind. Diese sind dann ebenfalls schon sehr scheu und werden schwer einzufangen und zu vermitteln sein.

Ein Beispiel zur Abschreckung: innerhalb von einem Jahr kann von einer einzigen Katzenmutter eine Familie mit 30 Mitgliedern entstehen!

Lassen Sie solche Probleme nicht erst entstehen. Helfen Sie mit Ihrem schnellen Eingreifen den Tierschützern, aber vor allem den Tieren selbst.

Auf dem Grillplatz in Oberanven wurde diese junge Katze von den Spaziergängern gefüttert, bis sie zahm war. Ihre erste Zuneigung hatte sie zu einem Schäferhund gefunden. Sie ist der Mittelpunkt in einer Familie geworden.




Übrigens: gemäß Tierschutzgesetz ist es weder Ihnen noch einem Tierarzt erlaubt, gesunde Tiere zu töten, ob Neugeborene oder Erwachsene.

kleng kazen2Diese beiden Winzlinge wurden von Tierschützern aufgenommen, abgemagert zum Skelett, voll von ranzigem Fett. Sie bekamen kein Futter, da sie durch den Teller liefen und nicht sauber essen konnten.

Noutdengscht